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Ein Ort, wo Gemütlichkeit nicht nur ein Wort ist
"Die schönste Kunst ist die Kunst zu leben ... Und gerade im Elsass versteht man diese Lebensweisheit. Diese Kunst, das Leben zu genießen, die ihren Ursprung in den elsässischen Wein- und Hopfenregionen hat, wird in den elsässischen Winstuben gepflegt." (Tomi Ungerer)
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Ein Museum für den Erfinder des Kindergartens |
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Pastor Johann Friedrich Oberlin |
Das Museum Oberlin |
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Der Pastor Oberlin, er hatte in seiner Zeit verblüfft, und er tut's noch immer. Nicht etwa, dass er sich für Botanik, Pädagogik und Philosophie interessierte, sich für Astronomie, Physiognomie und Landwirtschaft begeisterte, oder sich gar das verbotene Buch "Figaros Hochzeit" von Beaumarchais besorgte, um durch eigene Lektüre zu wissen, was da nicht zu lesen erlaubt sei, auch wie er all dies unter einen Hut brachte, macht erstaunt. Und wer reibt sich da nicht verwundert die Augen, wenn er den Fundus dessen sieht, was Oberlin alles zusammengetragen hat, ein Sammelsurium von Steinen, Knochen, Schädeln, Muscheln, Eiern, Tierchen, Holz, Fasern, Samen und Haaren und so weiter und nicht zu vergessen das Herborium mit vierundvierzig Bündeln à achtzig Blatt getrockneter Pflanzen - das älteste in Elsass. Und wer weiß wie viele Kladden, Hefte und fliegende Zettel mit Notizen zu allem und jedem: Jules ein Apfeldieb, Charlotte ein Schmutzfink, Erdbeben in Lissabon, Kirschblüte, Geburt eines Sohnes, Sturm der Bastille ... Oberlin war alles wichtig und nichts war nichtig. Von Thierry Schauer
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Die drei Etagen des alten Pfarrhauses sind ganz Oberlin, voll des Suchens und Findens - nur wenig zeigt sich spontan. Da gilt es Klappen beiseite schieben, Schubladen herausziehen und Schränke öffnen, Silhouetten zeichnen, von der einen oder anderen Seite gucken, die Hand hineinstrecken, an irgend etwas herummachen, bevor sich das Wesen der Dinge offenbart. Hier kommt keine akademische Langeweile auf. Und wer auf dem Parcours zu Person, Leben und Wirken von Johann Friedrich Oberlin durch die vom hellen Holz lichten Räume schlendert, begegnet nie und nimmer musealem Muff. Und so, wie Johann Friedrich Oberlin als Jean-Frédéric Oberlin fließend deutsch und französisch sprach und schrieb, ist auch heute alles im Haus zweisprachig. Oberlin war und ist beispielhaft grenzenlos und überraschend zeitlos.
INFOS:
Musée Oberlin
25 Montée Oberlin
67130 Waldersbach
Tel. 00 49 / 3 88 / 97 30 27
Fax 00 49 / 3 88 / 97 32 21
Email: oberlin@musee-oberlin.com
Homepage: www.musee-oberlin.com
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